10. Kopfschmerz zurückzuführen eine Störung der Homöostase

An anderer Stelle kodiert:

7.1.2 Kopfschmerz zurückzuführen auf eine sekundäre Liquordrucksteigerung metabolischer, toxischer oder hormoneller Genese.

An anderer Stelle kodiert
Primärer und/oder sekundärer Kopfschmerz?

Für Kapitel 10. Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Störung der Homöostase gelten die allgemeinen Regeln für die kausale Zuordnung zu einer anderen Erkrankung.

  1. Tritt ein neuer Kopfschmerz erstmals in engem zeitlichen Zusammenhang mit einer Störung der Homöostase auf, sollte der Kopfschmerz als Kopfschmerz zurückzuführen auf diese Störung kodiert werden. Dies ist auch der Fall, wenn der Kopfschmerz das klinische Bild eines primären Kopfschmerzes zeigt, der in Teil 1 der ICHD-3 klassifiziert wird.
  2. Wenn aber ein vorbestehender Kopfschmerz mit den Charakteristika eines primären Kopfschmerzes in engem zeitlichen Zusammenhang mit einer Störung der Homöostase chronisch wird oder sich deutlich verschlechtert (üblicherweise definiert als eine mindestens zweifache Steigerung der Häufigkeit und/oder Schwere), dann sollte sowohl die vorbestehende primäre Kopfschmerzdiagnose als auch die Diagnose 10. Kopfschmerz zurückzuführen auf eine Störung der Homöostase (oder eines ihrer Typen oder Subtypen) vergeben werden, sofern gute Hinweise dafür bestehen, dass diese Störung Kopfschmerzen verursachen kann.
  3. Einleitung

    Die ursächlichen Mechanismen hinter den verschiedenen Typen eines 10. Kopfschmerzes zurückzuführen auf eine Störung der Homöostase sind vielfältig. Dennoch ist es möglich, wie folgt allgemeine diagnostische Kriterien darzulegen, die in den meisten Fällen anwendbar sind:

    1. Kopfschmerz, der Kriterium C erfüllt
    2. Es wurde eine Störung der Homöostase diagnostiziert, die bekanntermaßen Kopfschmerzen verursachen kann
    3. Ein kausaler Zusammenhang kann durch mindestens zwei der folgenden Kriterien gezeigt werden:
      1. Der Kopfschmerz hat sich in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Störung der Homöostase entwickelt
      2. Einer oder beide der folgenden Punkte sind erfüllt:
        1. der Kopfschmerz hat sich gleichzeitig mit der Verschlechterung der Störung der Homöostase deutlich verschlechtert
        2. der Kopfschmerz hat sich nach Verschwinden der Störung der Homöostase deutlich gebessert
      3. Der Kopfschmerz weist Charakteristika auf, die typisch für eine Störung der Homöostase sind
    4. Nicht besser erklärt durch eine andere ICHD-3-Diagnose.